Die Schönheit der Elemente

16.02.2016 - 30.06.2017


Ausstellungsfolder

 

Die Schönheit der Elemente


Diese Ausstellung zeigt die Vielfältigkeit und Farbenpracht unserer »unbelebten«, anorganischen Natur. In den Vitrinen präsentieren sich einige ausgewählte chemische Elemente – etwa Schwefel (S, »sulphur«), Kupfer (Cu, »cuprum«), Eisen (Fe, »ferrum«), Gold (Au, »aurum«), Kobalt (Co, »cobaltum«) und Kohlenstoff (C, »carbonium«) oder deren Verbindungen in Form von Salzen oder Mineralien von ihrer allerschönsten Seite.
Diese Elemente und ihre Verbindungen sind überdies für unsere Zivilisation wegen deren vielfältigen Anwendungen im industriellen und technischen Bereich unverzichtbar. Auch dies wird anhand mehrerer Exponate deutlich dargestellt. Wie und wo man diese Elemente in der Natur findet, wird an Hand von Glanzstücken aus der Welt der Mineralien und Gesteine veranschaulicht. Zahlreiche Poster und Schautafeln erklären die einzelnen Exponate. Sie liefern die notwendigen Hintergrundinformationen betreffend Gewinnung, industrielle Nutzung und kommerzielle Bedeutung der Elemente. Auch auf so manche »besondere« Eigenschaft wird hingewiesen. Einschlägige
Vorträge mit vielen interessanten Details zu diesem äußerst umfangreichen Themen-kreis runden die Ausstellung »Die Schönheit der Elemente« entsprechend ab.

Wo und wie begegnen uns die Elemente?


Beispiel Gold: Gold braucht man gar nicht erst beschreiben: Jeder liebt es! Diese Farbe! Dieser Glanz! Diese unendliche Haltbarkeit ohne sich je zu verändern! Aber auch Gold kann man auflösen! »Königswasser«, ein Gemisch aus Salzsäure und
Salpetersäure ist die einzige Säure, in der Gold gelöst werden kann. Gold löst sich aber auch in metallischem Quecksilber auf. Es bildet sich »Gold-Amalgam« – eine Hg/Au-Legierung, aus der Gold durch abdestillieren des Quecksilbers wieder rückgewonnen werden kann. Wie sehr dieses »Goldwaschen« die Umwelt schädigt, welche Auswirkungen es auf die Fauna und Flora hat und wo dies geschieht, ist ebenfalls Teil der Ausstellung.
Beispiel Eisen: Unsere Vorfahren wussten schon recht genau, wie man perfekte Messer und Schwerter macht – ohne Forschung, ohne Bücher und ohne Internet. Wir haben später lediglich begriffen, warum es so funktioniert. Wie die alther-gebrachte Kunst des Messerschmiedens funktioniert und warum der Kohlenstoff-Gehalt im Eisen das »Tüpfelchen am i« ist, wird in der Ausstellung ausführlich erläutert. Warum in der Antarktis oder in der Tiefsee Eisen nicht oxidiert und wie schön »Rost« sein kann, wird ebenfalls gezeigt.
Beispiel Schwefel: Der Schwefelwasserstoff, der an sterbenden Vulkanen bis zu 250°C heiß aus Erdspalten austreten kann (Solfatare), zersetzt in Kombination mit anderen Verbindungen das umliegende Gestein und zeichnet dadurch wunderschöne Bilder in die Landschaft. In der Kunst gilt »Ultramarinblau« als das älteste und schönste Blau-Pigment. Es wurde schon im Mittelalter aus dem Mineral Lapislazuli gewonnen. Darin eingeschlossene Polysulfid-Radikalionen absorbieren vom weißen Licht gerade jene Wellenlängen, die das reflektierte Licht so herrlich blau erscheinen lassen. Im industriellen Bereich – etwa im Bergbau – ist Schwarzpulver unverzichtbar. Es besteht zu 10% aus Schwefel.
Beispiel Kupfer: Kupfer ist neben Gold sicherlich das schönste aller Metalle. Nicht nur wegen seiner »lachsfarbenen« Eigenfarbe als Element, sondern insbesondere auch wegen der bunten Vielfältigkeit der Salze und Minerale. Etwa in Schwefelsäure aufgelöst, entsteht eine wunderschöne blaue Lösung bzw. entstehen tiefblaue Kupfersulfat-Pentahydrat-Kristalle. Kupfer ist perfekt walz- und ziehbar, leitet elektrischen Strom wesentlich besser als Gold und wird mit Zink oder Zinn legiert von einem weichen, biegsamen Metall in einen harten, korrosionsbeständigen Werkstoff umgewandelt.

Die Wandtafeln der Ausstellung als PDF zum Downloaden (4,5 MB)

Vitrinentexte als PDF zum Downloaden (4 MB)

Interview mit dem Kurator der Ausstellung, Dr. Peter Unfried (Youtube)

 

Pressefotos:


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