Die „Wiener Küche“ – Esskultur im Wandel der Zeit

11.09.2018 - 01.02.2019


Ausstellungsfolder

Eintrittspreis:

€2,50 Eintritt
€2,50 Führung
(nur für Gruppen ab 10 Personen)

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag:
08:00 – 18:00
Freitag:
08:00 – 14:00

Telefonische Terminvereinbarung
für Gruppenführungen:
+43 1 5452551-10

Die „Wiener Küche“
Die Ausstellung versucht mit Objekten aus Privatbesitz, die noch nie öffentlich gezeigt wurden (Kochbücher, Menükarten, Geschirr, Spezialbesteck etc.), eine  spannende Einführung in jene Küche zu geben, die als einzige auf der Welt den Namen einer Stadt trägt. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts umfasste die Küche in Wien hauptsächlich Suppen, gekochtes Rindfleisch, Einmachgerichte, Braten, (leicht) eingebrannte Gemüse, Köche, Schmarren, Strudel und Schmalzgebackenes.  All dies konnte man in Töpfen und Pfannen über offenem Feuer zubereiten. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts  bildete sich innerhalb der Habsburgermonarchie das heraus, was man bis heute als „Wiener Küche“ bezeichnet.  Zu den oben genannten historischen Säulen der  „Wiener Küche“ kamen Rostbraten, Rindsrouladen, Gulasch, Krautfleisch, gefüllte Gemüse, Wiener Schnitzel, Sacher-Torte, Beugel, Liptauer und anderes mehr.
 

Vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zerfall der Habsburgermonarchie (1918) hatten Wien und Restösterreich bezüglich Lebensmittelversorgung hart zu kämpfen. Die Notzeit der 1930er Jahre und danach der Zweite Weltkrieg setzten der „Wiener Küche“ ein rasches Ende. Gleich nach Kriegsende und in den 1950er Jahren bemühten sich besonders Franz Ruhm und Albert Kofranek, der darniederliegenden „Wiener Küche“ wieder auf die Beine zu helfen.

 

Fresswelle, Urlaubskost,  Fast Food, Ende der Esskultur?      

Nach dem Krieg und den langen Entbehrungen wollten viele Wiener ein reichliches Essen genießen. Die Ende der 1950er Jahre einsetzenden Urlaubsreisen (Italien, Jugoslawien) sowie die später einem immer größeren Publikum möglichen Fernreisen rund um die Welt beeinflussten das Essverhalten nachhaltig. Neben Würsteln, dem Wiener Fingerfood, griffen durch Zuwanderung weitere Trends  um sich, für die man weder einen gedeckten Tisch noch  Tafelservice und Besteck benötigt, – wie etwa Döner  Kebab, Burger, Asia Food (Sushi, Sashimi …) etc.
 

Pressefotos:

Wiener Kochbuch, 1786
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Ausgabebücher der Hofküche, 1769
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Karusellzimmer, Schloss Schönbrunn, mit gedecktem Tisch anlässlich der Maria Theresien Ausstellung 1930
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Karmelitermarkt um 1900
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Franz Zodl, ein österreichischer Koch,Gastronomielehrer, Direktor der Gastgewerblichen Fachschule und Botschafter des Verbandes der Köche Österreichs.
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Bücher der Fernsehköche und Fachlehrer
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Gedeckte kaiserliche Tafel im Museum
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Zweipassiges Salzgefäß, gedeckte kaiserliche Tafel
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Modernes Gedeck vom Restaurant „Zum Schwarzen Kameel“
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Original Sacher Torte, Scan aus einem Wiener Kochbuch
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Ausstellungsraum im Museum
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