​​Otto Neurath Sprechende Zeichen 

Dauerausstellung





Dieser Teil des Museums widmet sich seinem Gründer Otto Neurath. Der österreichische Nationalökonom, Wissenschaftstheoretiker sowie Arbeiter- und Volksbildner entwickelt während des Ersten Weltkrieges neue grafische Techniken. Ab 1921 ist er in Wien Leiter des »Hauptverbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen«. 1923 wird die »5. Kleingarten-, Siedlungs- und Wohnbauausstellung« auf dem Wiener Rathausplatz gezeigt. Die Restbestände der Ausstellung werden zu einem »Museum für Siedlungs- und Städtebau«, das Ende 1924 zum »Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum« umgestaltet wird. Neurath ist Mitglied des philosophischen »Wiener Kreises«, gemeinsam mit Moritz Schlick, Hans Hahn und Rudolf Carnap. Zur gleichen Zeit entwickelt Neurath, zusammen mit dem Grafiker Gerd Arntz, die »Wiener Methode der Bildstatistik«. 1934 ist das Team gezwungen, nach Holland zu fliehen. Seither wurde die entwickelte Bildersprache unter dem Titel ISOTYPE (International System of Typo- graphic Picture Education) weitergeführt. Sie stellt den Versuch dar, wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Fakten in einer anschaulichen und auch für Laien verständlichen Form darzustellen. Unter der Mitarbeit von Marie Neurath und dem Grafiker Gerd Arntz verbreitet sich diese Methode in der ganzen Welt.

Gruppenführung (1 h)
Der hausinterne Historiker und Otto Neurath-Experte Gerhard Halusa führt durch die Ausstellung.

Leitung: ​Mag. Gerhard Halusa
+43 1 545 25 51-21
gerhard.halusa@oegwm.ac.at

Downloads:
Beispielseiten bildstatistischer Atlas „Gesellschaft und Wirtschaft“, Otto Neurath, 1930 (PDF 836 KB)